Der Ort Trebnitz

Trebnitz, ca. 60 km von Berlin entfernt im Osten Brandenburgs gelegen, blickt auf eine über 780-jährige Geschichte zurück. Zu Beginn stand dabei eine Landschenkung von Heinrich dem Bärtigen an das schlesische Zisterzienserkloster Trebnitz im Jahre 1224. Die erste urkundliche Erwähnung von Trebnitz geht auf das Jahr 1244 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Trebnitz eine wechselvolle Geschichte. Plünderungen durch die Hussiten 1432 oder durch kaiserliche Truppen im 30-jährigen Krieg zerstörten den Ort mehrfach.

Mit dem Bau der Königlich-Preußischen Ostbahn im Jahre 1867 und dem etwa gleichzeitig beginnenden Kohleabbau in der Umgebung erlebte das Dorf einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Trebnitz wurde in dieser Zeit zum Mittelpunkt des Fracht- und Personenverkehrs der Region ausgebaut. Während der Offensive auf Berlin im April 1945, bei den Kämpfen um die Reichsstraße 1 und die Ostbahn wurden große Teile der Ortschaft zerstört. Trotz der Zerstörungen fanden nach Kriegsende im Dorf mehr als 550 Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße Zuflucht.

Auch in Trebnitz wurde 1946 die Bodenreform vollzogen. In dem Zusammenhang wurde 1951 die Maschinen- und Traktorenstation (MAS/MTS) errichtet, die später in die Betriebsstätte des Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL) überging. 1956 erfolgte die Kollektivierung der Landwirtschaft durch Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) mit Sitz auf dem ehemaligen Gutsgelände.

Das nach der Wiedervereinigung zunächst kommunal selbstständige Trebnitz ist seit dem 13. Februar 2002 ein Ortsteil der Stadt Müncheberg.