Translimes - Transnationale Schulentwicklung

"Translimes – zwei Jahre transnationale Schulentwicklung. Rück- und Ausblick"
Vortrag von Dr. Tomasz Lis anlässlich des Translimes-Fachtags am 07.11.2016 >>

Von November 2014 bis Dezember 2016 begleitete das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e.V. vier deutsche und polnische Schulen im Projekt "Translimes" bei der Entwicklung und Implementierung eines Schulprofils, das die deutsch-polnische Grenzregion als transnationale Bildungslandschaft in Curriculum, Schulleben und außerschulischen Kooperationen verwirklicht.

Gefördert durch die Flick-Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung, startete das Projekt mit der Übernahme der Schirmherrschaft durch den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Herrn Dr. Dietmar Woidke, mit einem offiziellen Festakt auf Schloß Trebnitz am 20. März 2015.

Insgesamt sieben Schulen aus der deutsch-polnischen Grenzregion arbeiteten seit März 2015 gemeinsam an transnationalen Schulprofilen und einem schulspezifischen Curriculum. Das Projekt zeichnet sich durch eine große Heterogenität der beteiligten Schulformen aus. So nahmen sowohl Grund-, Mittel und Berufsschulen als auch Gymnasien teil. Ziel des Projekts war die Entstehung von Translimes-Schulen, die die Chancen der deutsch-polnischen Grenzregion aktiv in Unterricht und Schulleben verwirklichten, sich in der Region vernetzten und jene interkulturellen und fachlichen Kompetenzen in Unterricht, Projekten und Kooperationen gezielt förderten, die ihren Schülerinnen und Schülern ein weltoffenes Leben in Zivilgesellschaft und Arbeitswelt der Grenzregion ermöglichen. In den von den Schulen jeweils auf ihre spezifischen Bedingungen und Bedarfe erstellten Leitbilder und Schulprogrammen soll gezeigt werden, wie sie die Idee eines toleranten völkerverbindenden Europas der Regionen in ihrem Schulalltag konkret umsetzen und leben.

Das Projekt Translimes verzahnt eine schulinterne Unterrichts- und Schulentwicklung, an der die gesamte Schulgemeinschaft partizipiert, mit einer schulübergreifenden Kooperation deutscher und polnischer Schulen in der Grenzregion. Hierzu wurden Lehrende von den Schulen in der Bildungs- und Begegnungsstätte Schloß Trebnitz e.V. gemeinsam als Multiplikatoren prozessbegleitend fortgebildet. Die Multiplikatoren einer Schule bildeten zusammen mit Vertretern der Schulleitung eine Steuergruppe, die den schulinternen Gestaltungsprozess koordinierte und leitete. Die konkrete Ausarbeitung eines transnationalen Schulprofils erfolgte – unterstützt durch externe Prozessbegleiter und Experten – in zwei schulinternen Lehrerfortbildungstagen (SchiLF-Tage) sowie innerhalb der Fachgruppen- und Gremienarbeit der Schule.

Nach drei Fortbildungsmodulen für die Multiplikatoren aus den einzelnen Steuergruppen folgte die zweite Phase des Projekts. Im Zeitraum Oktober/November 2015 fanden die ersten SchiLF-Tage statt, bei denen der gesamten Lehrerschaften das Projekt vorgestellt wird und gemeinsam an dem Erstellen von transnationalen Schulprofilen gearbeitet wurde. Danach planten die Lehrkräfte Unterrichtsmaterialien und Projekte, die dann bis April 2016 an den Schulen erprobt, verbessert und dokumentiert  wurden.